Hinter jedem Druckprodukt steht ein Verfahren — und die Wahl des richtigen Verfahrens entscheidet über Qualität, Kosten und Möglichkeiten. Hier erklären wir die wichtigsten Unterschiede.
Offsetdruck arbeitet mit Druckplatten und ist ideal für hohe Auflagen (ab ca. 500 Stück) — er liefert die beste Farbbrillanz und Konsistenz. Digitaldruck druckt direkt ohne Platten, ist flexibler und wirtschaftlicher bei kleinen Auflagen und personalisierten Drucksachen. Beide Verfahren lassen sich veredeln, wobei der Offsetdruck mehr Veredelungsoptionen bietet.
CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz) — die vier Prozessfarben im Druck. Durch Übereinanderdrucken dieser Farben in unterschiedlichen Anteilen entsteht das gesamte Farbspektrum. Druckdaten müssen im CMYK-Farbraum angelegt sein — RGB-Farben (z.B. vom Bildschirm) können im Druck anders aussehen.
Schmuckfarben sind vorgemischte Sonderfarben, die nicht aus CMYK zusammengesetzt werden. Sie bieten exakte Farbgenauigkeit und werden häufig für Corporate-Design-Farben, Logos oder spezielle Farbtöne verwendet, die im CMYK nicht erreichbar sind — wie Neon, Metallic oder sehr gesättigte Töne.
Faustregel: Ab ca. 500 Exemplaren wird Offsetdruck wirtschaftlicher. Darunter ist Digitaldruck die bessere Wahl. Digitaldruck lohnt sich auch bei personalisierten Drucksachen (jedes Exemplar anders), Prototypen oder eiligen Aufträgen. Offsetdruck überzeugt bei Großauflagen, Sonderfarben und wenn maximale Farbbrillanz gefragt ist.
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4/4-farbig bedeutet: Vorderseite und Rückseite jeweils im Vierfarbdruck (CMYK). 4/1-farbig heißt: Vorderseite Vierfarbdruck, Rückseite einfarbig (meist Schwarz). 4/0-farbig ist nur auf der Vorderseite bedruckt. Diese Angaben sind wichtig für die Kalkulation Ihres Druckauftrags.
Beim Überdrucken wird eine Farbe über eine andere gedruckt — die Farben mischen sich. Beim Aussparen wird die darunterliegende Farbe an der Stelle entfernt. Beide Techniken sind in der Druckvorstufe wichtig, besonders bei Veredelungen: Eine Heißfolie wird z.B. über den gedruckten Hintergrund gelegt (Überdrucken), während eine Blindprägung keine Farbe darunter braucht (Aussparen).